Ortsgemeinde Gollenberg


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Ralf Simon ist neuer Ortschef

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Vorgänger steht dem neuen Gollenberger Bürgermeister zur Seite - Nur noch wenig Zeit für Hobbys

Nach 35 Jahren endete in Gollenberg die Ära von Ortsbürgermeister Gunter Fetzer. Sein Nachfolger, Ralf Simon, ist politisch noch ein unbeschriebenes Blatt.
GOLLENBERG. Vom einfachen Bürger zum Ortsbürgermeister - diesen Sprung machte Ralf Simon in Gollenberg ohne die übliche Zwischenstufe als Gemeinderatsmitglied. Für ihn kam diese Entwicklung völlig überraschend: "Ich habe vorher keinen Gedanken daran verschwendet." Erst als ihn seine Ratskollegen nach der Kommunalwahl am 7. Juni, bei der ihn die Mitbürger mit dem viertbesten Ergebnis ausstatteten, dazu animierten, befasste er sich mit der Frage.
Dass ihm die Gemeindevertretung, die ihn einmütig kürte, zutraut, die Herausforderung zu meistern, hängt mit seinem Beruf zusammen: Seit 25 Jahren arbeitet er bei der Kreisverwaltung Birkenfeld und erwarb das theoretische Rüstzeug unter anderem bei "Kommunalpapst" Rudolf Oster. Schon 1990 legte er die Prüfung für Angestellte im gehobenen Verwaltungsdienst ab. Im selben Jahr übertrug ihm die Behördenleitung die Verantwortung für die EDV, die er bis heute innehat.
Für den praktischen Teil steht ihm sein Vorgänger Gunter Fetzer mit der reichen Erfahrung und dem Wissen eines altgedienten Ortschefs zur Seite: "Dafür bin ich ihm sehr dankbar." Hinter dem alten und neuen Ersten Ortsbeigeordneten Holger Sander erhielt der 74-Jährige die zweitmeisten Stimmen, lehnte aber die Wahl in den Gemeinderat ab. Wichtig ist für den neuen Steuermann auch, dass er sich weiter auf die Unterstützung der einzelnen Mitglieder des sechsköpfigen Gremiums verlassen kann.
Erstaunt haben ihn die Fülle und die Vielfalt der Aufgaben, die mit dem Posten verbunden sind: "Das reicht bis zur Vernichtung von indischem Springkraut zusammen mit dem Forstamt." Als Schwerpunkte betrachtet der 43-Jährige, die Bedingungen für die geplante Erweiterung des Steinbruchs so auszuhandeln, dass die Belange des 140-Seelen-Orts, der Bevölkerung sowie der Tier- und Pflanzenwelt optimal berücksichtigt werden; das Betriebsgelände, das bislang vornehmlich auf der Gemarkung Ellenberg liegt, soll auf etwa das Doppelte wachsen.
Unterhaltungsmaßnahmen stehen auch am Gemeinschaftshaus, der als Wohnhaus vermieteten alten Schule und der ehemaligen Kelter an, während die Ortsstraßen, Wald- und Wirtschaftswege intakt sind. Für das Neubaugebiet, dessen Grund und Boden die Kommune auf Pump kaufte, gibt es keinerlei Nachfrage, was eine Erschließung vorerst verbietet. "Mein Ziel ist eine Modernisierung, ohne den ländlichen Charakter zu verlieren", bekundet der gebürtige Birkenfelder, dem ein Ortsmittelpunkt als Begegnungsstätte vorschwebt. Kurzfristig strebt er eine DSL-Anbindung an, will den Internetauftritt aufpeppen und Wanderwege anlegen.
Seine Familie trägt die Entscheidung, "die reizvolle Aufgabe zu übernehmen", voll mit: Noch deutlicher als Gattin Ulrike, mit der er seit 1995 in Gollenberg lebt, wurde Tochter Hannah: "Klasse, Papa, dann kannst du ja neue Geräte für den Spielplatz kaufen." Um die Achtjährige nicht zu enttäuschen und seinen väterlichen Pflichten ebenso wie dem "OB"-Job gerecht zu werden, muss der passionierte Wanderer in anderen Bereichen Abstriche machen - etwa bei seinem Computervertrieb und den PC-Kursen an der Volkshochschule.
Fürs Hobby Tauchen hat er ohnehin keine Zeit mehr. Schließlich ist er auch noch Vorsitzender der Ortsgruppe Birkenfeld des Hunsrückvereins und des Schützenvereins Birkenfeld, der allerdings das Schießen längt aufgegeben hat.

Als "reizvolle Aufgabe" betrachtet der 43-jährige Ralf Simon sein neues Amt als Gollenberger Ortsbürgermeister.

vom Montag, 12. Oktober 2009, Seite 22


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